Luke/Sometree im Underground/Köln, 12.10.2003

Sehr gut. Welch ein Package. Luke wollte ich mir schon länger mal wieder anschauen und das Sometree-Konzert war sozusagen Premiere für mich, denn ich hatte die Jungs vorher noch nicht live gesehen. Das Konzert im Underground war leider nur schwach besucht, da Tomte auch an dem Tag in Köln spielten und die Veranstaltung in der lokalen Presse leider nicht angekündigt wurde. Sometree spielten an diesem Abend das zweite Konzert. Das erste fand für sie als Vorgruppe schon im MTC statt.

Um 21.30 Uhr fingen Luke an zu spielen, die den letzten Konzertabend nach ihrer zweiwöchigen Tour absolvierten. Und wieder mal machte es eine Menge Spass, den Jungens zuzuschauen. 2 Wochen können ganz schön schlauchen, doch die sympathische Kölner Band holte die letzten Reserven aus sich raus. Größtenteils wurden Songs vom dem auf Tumbleweed Records erschienenem Album ´in less than no time´ gespielt. Schöne poppige Melodien treffen auf Gitarrenrock allererster Güte. Das Album doch recht poppig, weiß man live aber immer doch noch das Distortion-Pedal zur richtigen Zeit zu finden. Eine fantastische Liveband, deren Video demnächst auch auf ONYX zu bewundern sein wird, welches auch gleich mal als Aufhänger für eine Verlosung diente. Leider war die entscheidende Frage verdammt schwer und erst nach einer Weile konnte der Gewinner seine Luke-LP in Beschlag nehmen. Nach etwa 45 Minuten schunkeln beendete das Quartett seinen Auftritt standardgemäß mit dem Gassenhauer ´a-rock´ und wird danach wohl mindestens 3 bis 18 Tage das heimische Bett gehütet haben.

Sometree waren inzwischen auch eingetroffen und nach einer ziemlich kurzen Umbaupause legten auch sie los. Da Konzerte im Underground aus ach-so-wichtigen-Gründen um 23.00 Uhr aufhören müssen, blieb für diese Band leider nur etwa 30 Minuten, doch die für mich spannende Frage, ob sie die Energie und die Atmosphäre auch live umzusetzen wissen, hat sich für mich beantwortet. Oh, ja. Sometree waren verdammt laut und erzeugten eine schöne Gitarrenwand. Die Songs stammten vom kürzlich erschienenen Album ´moleskine´ und ich muss mich doch echt wundern, dass man die Atmosphäre der Platte auch so gut auf einem Konzert verspürt. Spannungsgeladene Songs, die dann doch noch ihr Ventil finden. Nicht zuletzt durch den versierten Drummer kann so etwas möglich gemacht werden. Ich habe schon viele gute Schlagzeuger gesehen, aber dieser gehört mit Sicherheit zu den besten seines Faches. Das fiel mir nur so auf. Leider war das zweite Gastspiel an diesem Tage in Köln viel zu kurz und hat gerade mal gereicht, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ohrenstöpsel nehme ich eigentlich aus Prinzip nicht. Bei Sometree habe ich sie beim zweiten Angebot dann doch angenommen. Im Underground hat es übrigens nicht geschneit. Das war Dreck auf der Linse. Dankeschön.

(Dennis Grenzel)

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