hardcore in your ass

Hardcore - Knüppel aus dem Sack

Bewertung:
Bewertung

Label:

diverse

Released:

2002-2003

Stil:
auf die Fresse

Üblicherweise findet man in unseren neuen Plattenbesprechungen die über solche Bands, die ihren Ursprung im Hardcore nur noch erahnen lassen oder zumindest gedrosselt haben. Meistens sind auch das die Platten, die wir mögen und die uns den Tag versüßen. Schließlich heissen wir ja sweetjanemusic und nicht sweetviolencemusic oder so. Wenn man der allgemeinen Meinung trauen darf, ist dieser Geschmack zudem weit verbreitet. Nichtsdestotrotz hält sich aber wacker eine andere Seite des professionellen Musizierens, die der rauen und unverfälschten Form des Hardcore: New York Hardcore, Boston Hardcore, Thrashcore, Crustcore, Grindcore und wie die Spielarten alle heissen. Gemein ist ihnen die Verwendung von kreissägenartigen Gitarrensound, Gebrüll in jeder Form und hasserfüllte Lyrics - unnötig das zu erklären, da jeder seine Lieblingsbands aus diesem Genre hat. Um zu zeigen, dass dieser Kram hier nicht unter den Tisch fällt, sondern auch eine Lobby -wenn auch eine kleine- hat, gibt es hier einen Überblick oder besser einen Ausschnitt von Scheiben jenseits von domestiziertem Hardcore á la Strike Anywhere, die uns in letzter Zeit erreichten, uns kein volles Review entlocken konnten, aber trotzdem ihre Würdigung erfahren und Erwähnung finden sollen. Schließlich ist jeder einmal dankbar, wenn man nach langen Tagen voller Weakerthannewgetupamsterdamsonawireconfassional mal ordentlich die Gehirnwindungen durchgeblasen bekommt. Wer also auf derben Stoff steht, kann sich hier Kaufanregungen holen. Reinhörmöglichkeiten gibt es am Ende, soweit sie aufzutreiben waren.

Los geht es mit Boston Hardcore, Some Kind of Hate - s/t EP (2002 Bridge Nine) von den Jungs auf fünf Tracks dargeboten. Fängt infernohaft an, entwickelt sich dann aber mehr in Richtung rockenden und treibenden Hardcore mit tough guy-Brüll-Tendenzen. Ich halte diese Scheibe trotzdem für erwähnenstwert, steht sie für old school Hardcore dieser Tage, der fast schon wieder danke seiner Präzision und Sound new school ist. American Nightmare als Referenz. Kurz und gut.

Nochmal Boston Hardcore mit Cut The Shit - s/t 7" und Bored to death 12" (Gloom Records , 2002), aber deutlich kompromissloser und weniger emotional. Hier regieren die kurzen < 1 min-Songs, scheppernde Drums und kreischende Vocals. Zwischendurch wird gelegentlich kurz das Tempo gedrosselt zugunsten von rockigeren Tönen, die -Überraschung- das ganze Treiben extrem auflockern ("take back your life"). Der nächste Song startet dann wieder mit dem üblichen Geprügel, und macht klar, dass es sich bei den langsameren Parts um ein Missverständnis handelte. Die Songs überrollen Dich wie ein D-Zug und lassen Dich mit wahlweise Kopfschmerzen oder Amoklauf-Gelüsten zurück.

Cast Aside aus Richmond spielen auf ihrer Overcome 7" (Malfunction Records , 2003) Hardcore mit einem gehörigen Mosh-Anteil. Das pure Geknüppel wurde auf den sechs Tracks zugunsten einer rockigeren Spielweise zurückgeschraubt. Steht der Band gut zu Gesichte, auch wenn man hier eigentlich ab dem ersten Riff Geprügel erster Güte erwartet (was natürlich auch nicht zu kurz kommt). Alles in allem sehr deftiger Moshanteil, der auch vor metallischen Anleihen mit Double Bass-Attacken etc. nicht zurückschreckt. Ich mag den Metalkram nicht, ansonsten gut. Forever Straight Edge!

Curl Up and Die - We May Be Through with the Past (2003 Status Recordings): Neue EP von Curl Up and Die. Chaos-Hardcore mit Kreischvocals würde ich sagen. Das Gaspedal wird nur gelegentlich strapaziert, die midtempo-parts lassen den Sound der Band in ganz gutem Licht erscheinen. Gebolzt wird natürlich auch. Experimentell der Song..- ..    ,-  "..-, ,.- -,-,- -.", der gleichzeitig den Songtitel des Jahrhunderts stellt. Insgesamt zu wirr für mich und die kurze Spielzeit.

A Long Winter – Breathing Underwater (Tribunal Records 2003) spielen recht heavy, auch ohne Gaspedal-Attacken. Auf ihrem zweiten Release soll sich die Band den Sound mehr Richtung Metal weiterentwickelt haben. Auf diesem Output halten sich die Anteile noch die Wage, das hier hätte auch gut die Debüt-Scheibe einer Band sein können, die heute richtig ruhige Sachen macht. Okay, aber kein Verlust für die Hardcore-Welt, dass sie jetzt in Metal unterwegs sind.

Aus den Überresten von Aus Rotten hervorgegangen sind Caustic Christ und legen mehrere Scheiben vor, zunächst Self Titled (havoc records 2002). Hierbei handelt es sich um meist schnellen, etwas technischen Hardcore mit ordentlichem Punkorgan am Micro. Leider bin ich mit dem Werk von Aus Rotten nicht so bekannt (der Name hat mich schon immer abgeschreckt), so dass ich nichts zum Verwandtschaftsgrad sagen kann. Diese 7" auf jeden Fall leidet ein wenig an der echt miesen Produktion der Scheibe. Sicher muss Asselpunk rau klingen, aber hier fehlt einfach eine entscheidende Portion Durchschlagkraft, die die Jungs sicher haben. Abwarten.

Gleich weiter gehts mit Caustic Christ und einer Split-7" mit Rambo (Busted Heads 2003). Rambo sind im ganzen Land hinlänglich bekannt von ihrer Full-Length-Scheibe vom letzten Jahr ("Wall of death to the system"). Caustic Christ steuern vier Tracks bei, Rambo drei. Auf jeden Fall bessere Produktion, die diesmal ordentlich zu Werke geht. Endlich kann man verstehen, was Caustic Christ bisher so gemeint haben. Trotzdem sind die vier Tracks nicht die erhofften Überhammer. Nettes Geklopfe, aber sehr unoriginell und wenig ansprechend. Überflüssig. Etwas besser sind Rambo, die auf den drei Tracks eine gute Figur machen und dort weiterprügeln, wo sie auf ihrer letzten Scheibe aufgehört haben. Für Fans.

Hart aufs Maul gibt´s vom Kung Fu Rick - Come to an End (625 Thrashcore - 2002). Zumindest versucht es Rickie, aber vorweg gleich das größte Manko: schwache Produktion. Nochmal erwähnt sei, dass niemand etwas gegen eine raue Produktion hat, aber dieser hier fehlt einfach die Durchschlagkraft, die solche Musik einfach zum Überleben braucht: Kung Fu Rick kreischt sich durch durchweg schnell bis ultraschnell dahergeprügelte Tracks, dass es eine wahre Freude währe, wenn sie sich da mehr Mühe gegeben hätten. Man merkt, dass die Musik einiges an Bösartigkeit besitzt, was aber nicht zur Geltung kommt. Passt gut auf Thrashcore Records.

Alles klar, die Suche hat ein Ende, ich habe definitiv die beste Platte der Welt gefunden: George W. Bush/St. Albans Kids-Split EP (Gash Records 2003): knappe 6 Minuten zur Zerstörung der westlichen Welt. Beide Bands stehen sich in nichts nach, schnelles Geknüppel, wie man es von einer Platte mit diesem Namen erwarten darf. Erstaunlicherweise mit Melodien. Geil!

Ok, was kann man erwarten von einer Band mit dem Namen Religious War, die ihre neue Scheibe Cracked System (Hardcoreholocaust 2003) nennt? Genau, kompromissloser Hardcore und Hass gegen das System. Leider wohl auch eine etwas drucklose Produktion. Keine Einwände gegen Aufnahmen, die aus meinem Badezimmer stammen könnten, aber diese Musik braucht einfach den Sound von Presslufthämmern, sonst ist´s zu lasch. Wer das hier hört, will vom D-Zug überrollt werden und nicht nur ein laues Lüftchen aus den Boxen wahrnehmen. Ok, so schlimm ist es natürlich nicht, aber es fällt schon auf.

In eine ähnliche musikalische Kategorie passen World Burns to Death mit ihrer selbstbetitelten 7" (2003 - Fight records). Vier derbe Tracks von derben Leuten, die hauptamtlich bei Severed Head of State (siehe unten) und From Ashes Rise lärmen. Entgegen ihren Hauptbands gibt es hier Crustcore-beeinflusstes Geknüppel, will sagen kreissägenartige Gitarren, die gehörig tiefer gestimmt wurden und ordentlich distorted vocals. Macht einen bösen Eindruck ("acid in the face of human rights", "they fill their graves with our bones"), ist dann aber doch nicht so schlimm.

Japaner dürfen in dieser illustren Runde natürlich nicht fehlen, so dass Total Fury mit ihrer committed to the core-7" wie gerufen kommen (2003 - Busted Heads). Jap-core galore, ein Ritt in die Anfänge des Knüppelhardcore, Demoqualität, aber wer eine Zeitreise anstrebt, ist hier richtig aufgehoben.

Weiter geht´s mit Jungs aus Deutschland, Highscore - Unuspecting actors in a bad soap opera (CD auf xLiberationx 2003). Ich bin sehr angetan, druckvoller Hardcore auf 22 Minuten, die sehr gut in diese feine Runde passen. Obwohl die Jungs schon zehn Jahre dabei sind, gestehe ich, waren sie mir bisher unbekannt. Wie konnte das nur passieren. Heftiger Oldschool-HC in Newschool-Gewand, eine ehrliche Punkattitude und das ganze auch noch sehr unterhaltsam. Haben sicher viele Crustcore-Scheibe angehört und mögen Extreme Noise Terror, Doom und Konsorten. Supergeil. Unbedingt Hörproben auschecken.

Auch aus Deutschen Landen kommen die Irren von Hostile Hodgepodge, deren Scheibe wir hier besprochen haben.

Noch ein Hinweise auf die Surf Nazis Must Die Debüt-7", die wir hier besprochen haben, darf nicht fehlen, da bei dem Genuss kein Auge trocken bleibt. Wann gibt es mehr von den Jungs?

Aufmerksamkeit verdient sicher die volle Scheibe von Comeback Kid - turn it around (Facedown Records, 2003). Die Band aus Kanada ist aus Figure Four hervorgegangen spielt modernen Hardcore, der an Sick of it all erinnert, allerdings mit einer deutlichen Betonung der Backing Vocals. Hier wird vielstimmig gebrüllt, als gäbe es einen Wettbewerb zu gewinnen. Ansonsten flott gespielt und nette Melodien am Start. Ich persönlich finde solche Backing Volcals eher störend, erinnern sie mich doch sehr an dieses tough guy-Gepose, das mir am Arsch vorbei geht. Trotzdem geht es hier sehr ambitioniert zu Werke. Sehr präzise gespielte Songs, gut gebrüllte Vocals und aufs Gaspedal gedrückt, wo man es erwartet. Als Anspieltipp sei "Playing the Part" genannt. Ziemlich mieses Cover.

Nochmal Mosh vom feinsten hauen Terror mit Lowest of the low (2003 - Bridge Nine) raus. 9 Songs, nicht allzu lang, nette Tempiwechsel, gerne Kreissägengitarren, dazu gut gebrüllt. Runde Sache, aber bleibt mir nicht ewig in Erinnerung als krasseste Platte ever. Vielmehr solides Hardcore-Handwerk.

Schön nach vorne ab gehen auch Damage Deposit mit ihrer Do Damage-EP (2003 - Havoc Records). Die Jungs sind alle schon ewig im HC-Business unterwegs und lustigerweise kann man in ihren Profilen nette Details erfahren, z.B. sind sie alle Single. Vielleicht auch nicht die richtige Musik um die schöne Nachbarin zu beeindrucken. Die Songs wurden schon vor einem Jahr also Demo aufgenommen und dann als EP veröffentlicht. Den Democharakter hört man ihnen noch ein wenig an, ansonsten schöner Thrashcore á la frühe DRI, was sicher ein Kompliment ist. Ordentlich.

Weiter geht es mit ebenfalls 80er Hardcore-Verehrern: Municipal Waste klauen noch mehr bei den alten DRI, streuen aber auch ganz gerne mal ein Metal-Riff ein. Waste ´em all (Six weeks records - 2003) klingt ziemlich nach dem Frühwerk der Dirty Rotten Imbeciles. Das ist ein ziemliches Qualitätsurteil, wenn man nicht so sehr auf der Suche nach Orginalitätsgöttern ist. Klarer Vorteil ist die gute Produktion, die ganz ordentlich knallt. 16 Songs in 18 Minuten machen klar, wohin die Reise geht.

Auch aus dem Hause Six Weeks kommen die Irren von Pignation, die ganz schön wirres Zeugs auf Devastating Live Scheme zum Besten geben. Hardcore nah an der Grenze zum Grind, kann sich aber nicht so recht entscheiden, ob er nicht vielleicht doch lieber Death Metal wäre. Dazu Titel wie "I hate you all" oder "Satan saves". Nicht mein Fall.

Ziemlich großer Beliebtheit erfreuen sich auch Severed Head of State. Zuletzt erschienen ist von ihnen Anathema Device (2003 - Hardcore Holocaust). Düsterer Hardcore, der zuerst nach Metal klingt, aber nach ein paar Minuten hat sich dieser Eindruck verflüchtigt. Genaugenommen veranstalten Severed Head hier auf den ersten Blick ein ziemliches Massaker, was sicher auch durch die etwas dumpfe Produktion unterstrichen wird. Aber neben den Knüppelparts finden sich eine ganze Reihe ziemlich rockender Elemente. Wie so oft sind die Jungs am druckvollsten, wenn sie das Tempo etwas drosseln. Dann klingen durchaus auch mal skandinavische Rockanteile an und richtiger Groove kommt auf. Selbstredend kommt der Knüppelliebhaber nicht zu kurz. Sägende Gitarren und rotziger Gesang sind natürlich das Markenzeichen der Band. Mir persönlich hätte weniger Einsatz von Effektgeräten besser gefallen, passt aber sicher gut zum Konzept der Band ("Hammering the nails"). Gute Scheibe auf jeden Fall.

Unbedingt nochmal erwähnt werden sollten die großartigen A18 mit ihrer Debütscheibe auf Victory. Das Review hatten wir schon mal hier und im Nachhinein kann ich die Scheibe nur noch mehr empfehlen, als ich es dort schon tat. Auch noch mehreren Wochen läuft die Scheibe immer noch extrem gut rein, wenn man in der Stimmung ist, seine Nachbarn auf die Probe zu stellen.

Auch neu auf Victory und extrem brutal sind The Hoods (The Hoods - Pray for death, Victory, 2003). Aus Sacramento kommend hauen sie hier schon ihr zweites Victory-Album raus. Ihren Stil kann man beschreiben als metallischen Hardcore, der gerne zäh und midtempomäßig aus den Boxen quillt und von gelegentlichen Temp(o)eramtensausbrüchen aufgelockert wird, dazu krächzt sich Mike Hood die Seele aus dem Leib, dass einem Angst und Bange wird. Ziemlich derber Stoff, der sicher manchem gefallen wird. Ich selbst finde das metallische Geriffe nicht so toll und außerdem haben die Jungs bei der Aufnahme der Platte vielleicht ein ums andere Mal die Vocalharmonizer zu krass überdreht. Ist also etwas gewöhnungsbedürftig. Mein Lieblingssong ist dementsprechend "E Pugne Limpio", der ziemlich frei von überflüssigem Ballast daherkommt.

Frei von jeglichem Ballast rocken auch F-Minus auf ihrem aktuellen Output Wake up screaming (Epitaph 2003). Die Band gibt es schon ein paar Jährchen und das hört man ihnen auch an. Ich glaube, es gibt eine Menge Leute, die sie ziemlich schätzen und das zu recht. Ausgezogen, um dem Poppunk das Fürchten zu lehren, geht´s hier voll nach vorne los und auf die Fresse. Es regieren solide zwei-Minuten-Songs variablen Gesang. Klingt ein bisschen wie frühe Strike Anywhere, die gerade drei Nächte durchgesoffen haben. Also sehr ungeschliffen, roh und kompromisslos. Sehr gut: Tempovariationen, gelegentlich meint man sogar, Skandinavische Einflüsse herauszuhören ("not this time"). Also alles was an Hardcore Spass macht hier zum Besten vereint. Gut, dass Epitaph solche Platten veröffentlicht.

Sehr ordentlich auf die Fresse gibt es auch von Stretch Arm Strong und ihrer neuen Scheibe engage (Solid State 2003). Flotter Hardcore mit ein paar sehr heavyen Breaks und guten Melodien. Sie arbeiten gerne mit Tempiwechseln und variieren demnach von schnell bis midtempo. Klingt zeitweise auch sehr nach frühen Strike Anywhere, machen aber auch mal Pause von der Randale. Zwei der Jungs sind anscheinend Lehrer und ich bin sicher, sie lehren die krasse Revolution. Raise your fist, make your stand - und check die Scheibe!

Auch sehr gut hierhin passt die Debütscheibe von Paint it Black, die wir hier schon mal besprochen hatten, aber für meine Begriffe vielleicht etwas zu schlecht weggekommen ist.

Furztrocken spielen A Global Threat auf ihrer neuen EP Earache/Pass the time (2003 - Rodent Popsicle Records). Streetpunk, der nahe Verwandtschaft zum Hardcore aufweist (Titelsong), ansonsten alles hat, was das Genre zu bieten hat und so populär macht: rockende Gitarren, toughe Mitgröhlrefrains und schöne Melodien. Wer schon immer auf die Band konnte, wird zufrieden sein. Wer sie noch nie mochte, wird seine Meinung durch diese EP auch nicht ändern.

New School New York Hardcore gibt es nochmal von No Warning - ill blood (2002 - Bridge nine). Diverse NYHC-Größen wie Mitglieder von Madball haben bei der Aufnahme der Platte ihre Finger im Spiel gehabt. Entsprechend fett klingt der Spaß dann auch. Fette Riffs, fette Produktion und fette Kerle. Nur leider nicht so mein Kiez. Sind mir zu hart oder ich bin zu weich oder vielleicht ist es auch nur der giftige Kreischgesang, aber es gibt sicher eine Menge Leute, die stehen drauf. Please don´t waste my time, I just tell you what you wanna hear!

Das ganze in etwas freundlicherer Form bringen Friendly Fire auf den Punkt (initiative, 2003 - Blackout Records). Freundlicher deswegen, weil sich hier zwischen die Moshparts auch mal eine nette melodische Strophe verirrt, die gleich das gesamte Bild aufheitert. Außerdem gibt es hier auch einen guten Anteil an alternativem Geriffe, der für Abwechslung sorgt. Trotzdem in meinen Augen kein Superknaller, weil die Aufnahme ein ums andere Mal etwas blechern klingt und das der Scheibe an Durchschlagkraft schadet. Aber immerhin mal eine andere Variante des erfolgreichen Screamo-Konzepts.

Kuriosität am Rande. Ryan Adams, schnulziger Retrorockbarde, nicht zu verwechseln mit Bryan Adams, hat mit seinem Kumpel Jesse Malin unter dem Namen The Finger eine Punkrock-Scheibe namens We are fuck you aufgenommen. Adams spielt hier Gitarre und macht ein großes Geheimnis aus seiner Beteiligung. Inzwischen ist es wohl mehr ein offenes Geheimnis. Sollen sie von mir aus machen, die Platte ist sehr Richtung oldschool-Punk gehalten, Black Flag lassen grüßen. Nicht weltbewegend, tut aber keinem weh. Erschienen auf Townsend Records.

Metalcore gibts von Freya - as the last light drains (Victory 2003), bei denen bekanntlich die ehemaligen Earth Crisis-Mitglieder rumlärmen. Geil: Frontmann Karl Buechner klingt, wie ich mir Milhouse von den Simpsons in der Pubertät vorstelle. Ansonsten fällt mir dazu nichts nettes ein, glaube aber auch, die können auf Promotion von mir verzichten.

Auch nicht so richtig hierhin gehört The Rise - Signal to noise (2002 - ferret music). Nicht etwa, weil sie auch scheisse sind, sondern vielmehr das Gegenteil ist der Fall. Allerdings handelt es sich bei ihrer Scheibe nur bedingt um Knüppel-Hardcore. Stattdessen lässt sich ihr Sound mehr als extreme Form von Post-Hardcore beschreiben. Keine Geschwindigkeitsrekorde, dafür schon mal Gekreische, aber im wesentlichen midtempo Beats und ein experimenteller Umgang mit Gimmicks wie Keybords oder Samples. Der Punkt ist, dass die Songs der Band das Bemühen in sich tragen, gewohnte Bahnen zu verlassen und weiterzuentwickeln, dabei aber das Kunststück vollbringen, stets hörbar zu bleiben. Beispiel "an automated response" klingt wie die Aneinanderreihung von etlichen Möglichkeiten, einen Song zu beginnen. Hier steckt also einiges dahinter. Vorzustellen vielleicht leichter durch einen Vergleich mit Hot Cross meets Quicksand. Sehr gut.

The Dead Ones - s/t (Gloom Records 2003): Schweden Hardcore hier. In ihrer Muttersprache (nicht, dass das auffallen würde) gibts es hier 16 Tracks auf die Glocke. Lustig hysterische Kreischstimme, dazu schnelles Geprügel. Vorher gabs von den Jungs diverse 7", diese LP bringt es auf knapp 25 Minuten. Dominiert wird der Sound der Schweden von recht punkigem schnellen Geknüppel, aber nachdem er Eröffnungsblast überstanden ist, bauen die Schweden einige Tempowechsel ein und die Erfahrung zeigt, dass solche Variationen dem Sound gut zu Gesicht stehen, so auch hier. Manchmal kommt richttige Groove-Stimmung auf. Alles in allem keine wegweisende Scheibe, aber gepflegte Aggressionen, die recht unterhaltsam rüberkommen. Wirklich lustige Stimme.

Noch mehr Schweden Hardcore gibts mit Sunday Morning Einsteins - Swedish Hardcore Must Die (Sin Fronteras 2003). Lustige Schweden stecken hinter diesem Release. Cooler Plattentitel, der die humorige Herangehensweise der Jungs unterstreicht. Auffällig ist die sehr gelungene Produktion, die dem Sound einiges an Durschlagkraft verleiht. Dazu die Zutaten, die alles gut werden lassen. Der Sänger kreischt nicht so hart wie bei den Dead Ones, was ganz angenehm ist. Ansonsten folgen sie ähnlichen Pfaden. Weiterer Pluspunkt sind die fantasievollen Lyrics, politisch, aber doch humorig. ("Fantasy is overrated, Conformity is the Norm,  Sunday Morning Einsteins, Waiting for Discharge to reform...."). Gute Platte von lustigen Punks.

Aus Norwegen kommen Kaospilot und haben gerade ihr selbstbetiteltes Debüt (Level Plane 2003) veröffentlicht. Screamo ist ihre Marschroute und der Bandname ist Programm. Vordergründig gibt es krachige Songs mit Geschrei als Gesang, bei dem man sich wünschen würde, der Trommler würde mal ein paar Valium einschmeissen. Wenn man aber genauer hinhört, wird hier ehrlich gerockt. Das Geheimnis von Bands dieser Art ist wohl, dass sie im Prinzip die gleichen Zutaten verwenden wie andere Hardcore-Bands auch, nur dass sie sich ein Vergnügen daraus machen, den Hörer vor die große Aufgabe zu stellen, erstmal den abweisenden Einstieg zu überstehen. Hat man das mal geschafft, dann gibt´s groovige Songs, die richtig rocken. Nicht schlecht für Fans des Genres.

Gleiches gilt übrigens für The Assistant, deren Scheibe We´ll make the roads by walking wir bereits hier besprochen hatten.

Auch gut in diese Ecke passen die Unpersons, die auch ihre zweite Schallplatte veröffentlicht haben (III heisst sie erstaunlicherweise - At a loss recordings 2003). Zwar weniger Chaos-core, dafür aber nicht minder anstrengend. Die Unpersonen haben die Langsamkeit für sich eingenommen und spielen dazu sehr frickelig, wenn ihr wisst, was ich damit meine. Sehr technisch, viele Breaks, Melodien nur ungerne, aber manchmal. Vocals werden meisst in Kreischform vorgetragen. Hm, kann mich noch nicht so entscheiden, ob das hier gut ist. Schwieriger Fall, aber sicher nicht uninteressant. Sicher auch Leute, die die Musikwelt verbessern wollen.

Ich weiß nicht genau, woher Left for Dead kommen, aber ihre aktuelle Scheibe Splitting Heads (2003 - No Idea) klingt sehr nordisch. Passt also gut in diesen Kontext. Kreissägengitarren, Drums, die klingen, als wäre das Drumkit die Treppen runtergefallen und dazu der obligatorische Kreischgesang. Sehr ehrliche Veranstaltung das, gibt es doch einige angenehme Tempiwechsel, die das Massaker gehörig auflockern. Wie so oft wäre auch hier eine etwas druckvollere Produktion hilfreich gewesen, aber trotzdem gibt es gute Unterhaltung für den geneigten Chaoscoreliebhaber.

Ok, das war noch nicht alles an Brutalität. Grindcore, die extremste Form des Hardcores bewegt sich kurz vor dem Noisecore (der hier mal außen vor bleiben soll) und erfreut sich auch im Jahre 16 nach Napalm Death´ "Scum" ungebrochener Aktivität. Ein paar Beispiele aus jüngster Zeit habe ich mir mal zu Gemüte geführt:

Los geht´s mit Benümb - By Means Of Upheaval (Relapse Records 2003). Huiuiui, Benümb machen keine Gefangenen. 22 Songs, 26 Minuten, Relapse Records, noch Fragen? Im Benümb-Universum ist weder Platz für gedrosselte Geschwindigkeiten noch auch nur im Ansatz rockende oder gar melodiöse Anteile, glücklicherweise dafür auch nicht für Metal-Anteile oder faule Kompromisse. Die Volcals stellen eine Mischung aus Gegrunze und Gebrülle dar, damit will ich sagen, dass der Gesang dem Hardcore nicht völlig entrückt ist. Mehr Grind als Death sozusagen. Für Feinschmecker.

Mit Relapse gehts auch weiter: Nasum – Helvete (Relapse Records 2003) Schon ca. 1000 Jahre treiben´s die Schweden Nasum bunt und hauen krasse Grindcore-Massaker raus. Früher hatten die Jungs nebenher noch eine Deathmetal-Band, deren Namen ich aber vergessen habe, aber glücklicherweise haben sie sich für den Fortbestand ihres Gindprojektes entschieden. Schwedisch für „Hölle“ ist der nette Titel ihres neusten Werks und dem Titel gerecht werdend erwartet den Hörer hier ein feines Geprügel. Was die Jungs hier an Blastparts raushauen, ist schon sehr rekordverdächtig. Echte Songs diesmal in der 1-2 Minuten-Liga, variabler Gesang und dazu Speed, Speed, Speed. Der Soundtrack zum vom Zug überrollt werden. Slaves to the Grind!

Und Relapse haben noch einen: Regurgitate - Deviant (Relapse Records 2003). Die Jungs sind ja auch schon ewig unterwegs und haben es noch nicht verlernt. 27 Songs, 25 Minuten, alles klar? Neben den üblichen Gekloppe gibt es Vocals rausgerotzt aus den tiefsten Eingeweiden des Shouters und durch den Harmonizer geprügelt, dass es kein Scherz mehr ist. Richtig Druck machen die Jungs allerdings auch, wenn sie mal vom Gaspedal runtergehen und richtig rocken. Aber selbstredend wird jeder Anflug von wimpigen Einlagen sofort weggeprügelt. Trotzdem sind die punkigen tempovariantenreichen Songs (z.B. "seal your doom") am geilsten. Nicht schlecht.

Bevor das hier allerdings zum reinen Relapse-Feature wird, lasse ich es lieber wieder und verweise auf deren Webseite. Auch gut in diese Ecke passen The Locust, die gerade Plague Soundscapes (Anti-Epitaph 2003) veröffentlicht haben, eine Scheibe, die so gar nicht in das Epitaph-Programm passen will: Chaoscore am Rande zum Grind hauen die Jungs raus. Getreu dem Titel der Scheibe handelt es sich hier mehr um Krachlandschaften, die den Soundtrack zum Weltuntergang darstellen könnten, als um richtige Songs. Technische, chaotische und -wenn man so will- innovative Sounds, deren Vocals klingen, als hätte der Shouter seine Kronjuwelen im Schraubstock, während er einen Schweineschlachthof besucht. Echt wiedererkennbare Strukturen gibt es nur am Rande. Aber der Band geht es nach eigenem Bekunden gerade darum, alte sichere öde 4/4-Takter zu zerlegen und die Musikwelt zu revolutionieren oder, wenn das nicht geht, wenigstens zu zerstören. Auch eine Auffassung vom Musizieren. Im Ganzen also ein anstrengendes Gebräu. Priest With The Sexually Transmitted Disease, Get Out Of My Bed!

Bucket full of teeth – I, II, III CD ( Youth Attack Records 2003): Die drei 7" der Band auf einer CD, 34 Tracks in 33 Minuten. Grind ist die Grundlage, Chaos der Koch und Melvins, Noise, Black Sabbath und Crustcore die Zutaten. Heraus kommt ein etwas schwer verdauliches Gebräu, mit dem man erst mal klar kommen muss.

Genocide Superstars – III Superstar Destroyer (Relapse Records , 2003): Crustcore auf Relapse. Früher waren die Schweden unterwegs als Genocide SS, haben den Namen dann aber aus Richtigstellungsgründen in Superstars geändert. Früher wurde die reine Lehre vom unverfälschten Crustcore hochgehalten. Inzwischen wurde sie ein wenig richtung Punk´n Roll verwässert. Die Band klingt zwar immer noch streckenweise wie Motorhead mit zwei Sängern auf 45rpm, haben aber einige Elemente übernommen wie Gitarrensoli, Melodien etc. Das Ergebnis groovt gehörig („Final Descent“) und ist dementsprechend richtig geil. Daumen hoch!

Auf jeden Fall erwähnt werden muss Teil 3 der Barbaric Thrash Demolition (Vol. 3 DoCD 625thrashcore, 2002)Serie. Zwei CDs, 106 Tracks, knapp 105 Minuten Spielzeit. Hier ist wohl klar, was jeden erwartet. Die Spezialisten für Filigrangitarrenkunst von Thrascore haben voll zugeschlagen und ballern dem Hörer hier den versammelten Rotz der Hardcore-Community entgegen. Bands wie Death is your language, See you in hell oder meine Faves von Kent Brockman kreischen, knüppeln, hassen, zerstören und manchmal auch rocken, was das Zeug hält. Thrashcore-Mayem, dass nur so die Schwarte wackelt. Alte DRI waren Weisenknaben dagegen. Hart, aber volle Empfehlung!

Es sind eine ganze Reihe Reissues und Rereleases in der letzten Zeit veröffentlicht worden. Hier also eine erneute Gelegenheit, den ein oder anderen Klassiker endlich auf CD zu erwerben und die alten Tapes auszurangieren oder die zerkratzen Rillen in den Ruhestand zu versetzen.

Los geht es mit Born Against – Nine patriotic Battle Hymns for children (Vermiform - 2003). Die Erfinder des New York Hardcore mit dem New York Hardcore-Manifest. Nach ca. 15 Jahren gibt es hier eine Neuauflage. Die mir vorliegende CD-Version enthält zusätzlich die Songs der "Battle" 10“. Mehr ist nicht zu sagen.

D.R.I. legen mit Dirty Rotten Imbeciles (Beer City -2002) nach, dem Meisterwerk der Chaos-Hardcore-Götter. Neben der kompletten Dirty Rotten-Scheibe findet sich auf der CD noch Zusatzstoff in Form der Violent Pacification 7" und diversen Demoaufnahmen und Radiointerviews. Soweit ich das Überblicke, sind eine ganze Reihe der alten Scheiben wieder aufgelegt worden mit Bonusmaterial. Neben der Dealing with it-Scheibe absolut essentieller DRI-Pflichtstoff. Ein weiterer Hammer: eine neue Scheibe ist auch geplant. Haben oder jetzt kaufen: Pflicht!

Disrupt – Unrest (Distortion 2003): Disrupt prügeln sich (Überraschung!) durch ihre 30 Tracks dieser Neuveröffentlichung ohne Gnade und halten die Fahne des Widerstandes gegen die Authoritäten dieser Erde aufrecht. Crustcore aus der Doom/Extreme Noise Terror-Schule. Harter Stoff, den ich noch als Originalrelease damals noch auf Relapse mein Eigen nenne. Die Vinyl-Neuauflage scheint limitiert zu sein. Also ranhalten, hier wird gehasst ohne Ende.

Aus dem Hause Castle Recs. gibt es eine Neuauflage der alten Discharge-Scheiben. "Hear Nothing, See Nothing, Say Nothing" und "Why". Crustcore-Erfinder. Massaker von 1982. Essentiell.

Alternative Tentacles – Skate Rock Re-Issue Series (2002-2003) Eine besondere Freude haben mir Alternative Tentacles bereitet, indem sie seit letztem Jahr ihre Skate Rock Re-Issue Series gestartet haben. Wer in den Achtzigern (,die anscheinend doch zu was gut waren) Skateboard gefahren ist, hat diese Bands geliebt. Den Anfang macht die Band Free Beer (The only beer that matters), des Skatepros Tommy Guerreros erste Band damals. Enthalten ist auf der CD allerlei Bonuskram. Weiter geht es mit den Los Olvidados mit der Reissue von Listen to this. Nummer drei ist gleichzeitig der Höhepunkt mit den unübertroffenen Mystic-Skatepunkern von Drunk Injuns (From Where The Sun Now Stands I Will Fight No More, Forever). Ihr Track For Real ist wahrscheinlich einer der besten Independent Rocksongs ever!. Zum Niederknien, was jeder bestätigen kann, der vorher Originalscheibe der Band zu erwerben versucht hat. Erst kürzlich erschienen ist von der Privatarmee Jodie Fosters, JFA, das 1981er (das einzige?) Werk We know you suck. Alle Scheiben haben Zusatzkram in Form von Liveaufnahmen oder Bonus-7“ und erhalten meine vollste Kaufempfehlung. Aus heutiger Sicht vielleicht etwas altertümlich im Klang, aber gerade das ist es ja wohl, was den Charme solcher Wiederveröffentlichungen ausmacht.

Nicht von Alternative Tentacles, aber nichstdestotrotz DER Hammer des letzten Jahrhunderts bieten Uprising Records mit der letztjährigen langerwarteten Wiederveröffentlichung einer der für mich wegweisenden Scheiben meiner frühen Jugend: McRad – Absence of Sanity. Tracks wie This Indecision oder Weakness gehen dermaßen nach vorne ab, dass man meint, sofort selbst die nächste Ausgabe der Bones Brigade drehen zu müssen. Wiedermal: Pflicht!

Wichtiges Rerelease auch von Verbal Assault - The Masses and learn (Mendit Records 2003). Unter den 18 Tracks befinden sich ihr erstes Demo und die erste EP, ursprünglich Positive Force Records von einem gewissen Kevin Seconds, beides vorher nicht auf CD erhältlich. Klingt recht gut, wenn man bedenkt, dass die Aufnahmen ca. 100 Jahre alt sein müssen. Ein Muss für Fans.

Auf Golf Records werden einige Scheiben von Poison Idea neu rausgehauen. Wer "War All The Time", "Pajama Party", "Blank Blackout Vacant", "We Must Burn", "Dysfunctional Songs For Codependent Adicts" und "Early Years" verpasst hat, kann hier zuschlagen. Neues Album und eine Tour wird es auch geben.

Auf Dr. Strange Records wird zudem das Gesamtwerk von Government Issue neuveröffentlicht.

Ok, das war es auch schon mit meinem kleinen Ritt durch die Knüppelfraktion. Der Beitrag erhebt natürlich nicht annähernd Anspruch auf Vollständigkeit und existiert einfach nur, um einigen lohnenswerte Scheiben jenseits von NoFX, Weezer und Alkaline Trio ein Forum zu schaffen. Ich habe mich gut unterhalten bei der Sichtung all dieser Scheiben, werde jetzt aber doch lieber nach soviel herausgebrülltem Hass zur Wahrung meines Seelenheils mich mit ein paar Kuschelrockscheiben und einer warmen Milch mit Honig unter meine Bettdecke verkriechen ;-) Bis zum nächsten Mal...

(Elmar)



MP3 Downloads:

Some Kind of Hate - neuer Demo-Track
Nasum - doombringer
Benümb - Rise_From_Squander
Benümb - Programming_The_Cranial_Void
JFA-We_Know_You_Suck
Drunk_Injuns-For_Real
Comeback Kid - lorelei
Goverment Issue - understand
The Hoods-days in hades
The Hoods-john and kitty
DRI - Snap
Cast Aside - set in stone
A Long Winter - Portraits Hung
McRad - prevent that tragedy
Genocide Superstars - final descent
The Locust - File Under 'Softcore Seizures'
Kaospilot - the process is set
Kaospilot - rethink the guidelines
Highscore - anthem
Highscore - putting Hardcore back on the map
Highscore - reminder
Unpersons - beauty symptom
F-Minus - sweating blood
F-Minus - wake up screaming
Paint it black - Head
Paint it black - Wombicide
Left for Dead - Pliant
Sufr Nazis must die - surf heil
Total Fury - lost cause
Total Fury - first lead
The Rise - automated response
No Warning - short fuse
No Warning - caught in the web

PS: Damit es ein nächstes Mal gibt, bin ich auf Knüppelscheiben der besprochenen Art angewiesen. Bist Du also Band, Label, Promoter oder sonstiger Checker, bitte schick, was Du hast:

sweetjanemusic - c/o Elmar Köstner - Gärtnerstr. 6 - 10245 Berlin

Hab ich Mist geschrieben? Hab ich wen vergessen? Hört überhaupt jemand solches Zeugs? Sag es im forum !