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Um 22:00 kommen wir ins Magnet und es hat gerade mal die erste Vorband angefangen. Was soll das ? Warum muss immer alles so spät sein? Liegt vielleicht daran, dass mit dem Donnerstag schon das Studentenwochenende angefangen hatte und man so auf mehr Zulauf gehofft hatte. Das Warten lohnte sich nicht so sehr, die Zuschauer sind nur spärlich erschienen. So mühen sich TORCHES vor höchstens 10 Leuten ab, von denen sie wahrscheinlich ¾ persönlich kennen. Der Sänger möchte wohl witzig sein und redet deshalb wie der Komedian Johann Könich. Wenigstens dürfen sie später noch im roten Salon spielen, da finden sich vielleicht Leute, die seinen Gesang gut finden. Aber selbst die dürften sich nur schwer mit der leicht konzeptlosen Livedarbietung der TORCHES-Songs anfreunden, die den Auftritt schnell vergessen ließen. Sorry. LUCIE'S BRAINFUCK machen ihre Sache schon besser. Die wissen sehr anständig Krach zu machen. Bisweilen richtig flotter Noise Rock, der fette Sound im Magnet kommt ihnen dabei eindeutig zu gute. Im Gegensatz zu KEVLAR (jetzt KVLR), die um 23:45 Uhr endlich zum Tanz bitten, sehen allerdings auch die dann ziemlich blass aus. Der Club ist leider immer noch zu ¾ leer, aber die Schweden legen von der ersten Minute mit einem sehr druckvollen Sound und fantastischen Melodien los. Selbst die mir unbekannten Songs lassen sich live absolut nachvollziehen. Auch hier hilft zwar der gute Sound, aber es spricht vor allem für das perfekte Zusammenspiel der fünf unscheinbar aussehenden Herren. 3 neue Songs werden zum besten gegeben, die zu den herausragenden Songs des KEVLAR-Sets gehörten. Hier gab es ordentliche Melodien zu ordentlichem Rock, wie es Schweden scheinbar sehr gut beherrschen. Auf das nächste Album darf man gespannt sein. Zum altbekannten und fantastischen "capitol city child" darf ordentlich gerockt werden und die Band lässt sich auch von den viel zu wenigen Zuschauern nicht davon abhalten, sich anständig ins Zeug zu legen. Nach einer halben Stunde endet der Gig mit einem lauten Stromgitarrengewitter, bei dem sich Drummer Magnus Öberg leider die Hand verletzt, so dass wir auf jegliche Zugaben verzichten müssen. Der lässt seinen Ärger in ordentlicher Rockermanier am Drumkit aus, aber man konnte den Jungs anmerken, dass sie gerne auch die kleine Zuschauerschar noch weiter für ihr Kommen entlohnt hätten. Trotzdem ein wenn auch kurzes, so doch ein ausserordentliches Vergnügen. Schade, dass nicht mehr Leute da waren, die Band hätte es absolut verdient gehabt. Aber auch in Zukunft wird sicher mit KEVLAR zu rechnen sein.
(Elmar & Stefan)
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