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Zuerst die traurige Aussage: "Das beste Konzert der diesjährigen PopKomm fand auf dem Ringfest statt." Eigentlich sollte man darüber keine Konzertberichte schreiben, in diesem Falle halte ich es aber persönlich für angemessen, da der Auftritt von Flyswatter sich in jeder Weise von den anderen Veranstaltungen unterschied. Inmitten von ziemlich egalen Bands betraten sie nachmittags die Bühne und lieferten ein Konzert ab, das sich gewaschen hatte.
Flyswatter waren mir noch bekannt vom Konzert mit Horace Pinker im Underground zu Köln, wo sie trotz enormen Zuschauermangels - sie spielten vor ungefähr 10-15 Leuten - alles gaben. Ich sagte es bereits und werde es immer wieder sagen. So etwas nenne ich Professionalität und bringt Plus- und Sympathiepunkte sondergleichen.
Zurück zur Bühne auf dem Ringfest: Zuerst einmal überraschte mich der sehr gute Sound, der mich sonst auf Festivals immer so abschreckt. Florry machte nicht viele Ansagen, die Musik stand ganz und gar im Mittelpunkt, welches aufgrund des Zeitdrucks nicht verwunderte. Gespielt wurden überwiegend Songs des aktuellen Albums "repeat in pattern", aber auch Lieder vom Debut "black and blue" , wie zum Beispiel das überwältigende "pulling me down". Aber auch einen neuen Song konnte ich ausmachen, welcher mich sehr neugierig auf das Nachfolgealbum zu "repeat in pattern" machte. Melodien, die Spaß machen und das Zusammenspiel der beiden Gitarren mit dem Schlagzeug, das dem Ganzen mit dem nötigen Druck versorgte. Insgesamt also ein Soundteppich, der durch den Bass abgerundet wurde.
Die Band zeigte eine derartige Spielfreude, die sich auf mich direkt übertrug. Auf der Bühne war mehr Bewegung auszumachen als davor, was ich als Zeichen dafür sehe, dass diese Band vollends hinter dem steht, was sie da macht. Gitarrist Chrischi, der durch eine Kniebandage zwangsläufig bewegungsgehemmt war, hätte sicherlich für noch mehr Bewegung gesorgt, zeigte er so doch schon völlige Hingabe, die geradezu ansteckend war.
Ein Konzert also, das leider viel zu kurz war und nur durch eine Zugabe abgerundet wurde. Eine Band, die nicht nur auf Platte Qualitäten zu verzeichnen hat, sondern auch live, nein, gerade live Energien freisetzt, die sich einfach auf die Zuschauer übertragen müssen.
Als Schlussbemerkung fällt mir da nur das Fazit eines Zeitzeugen ein, welches ich für zutreffend halte. Abends nach der Veranstaltung im Bürgerhaus Stollwerk meinte er: "Flyswatter hätten lieber hier spielen sollen. Die hätten alles plattgemacht." So wäre es auch gewesen. Wahrscheinlich.
(Dennis Grenzel)
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