|
Die Bosstones sind mal wieder in der Stadt, das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen. Also Karten besorgt und abends auf ins Columbia Fritz. Meine Befürchtung, es könnte voll Werden, die mich dazu trieb noch nachmittags die Karten zu kaufen, bestätigt sich nicht, was mich schon wundert. Letztes mal musste die Show extra vom C Fritz in eine größere Lokalität verlegt werden und diesmal ist es nicht mal voll. Es ist wirklich erstaunlich (und traurig). Als wir um ca. 21.30 ankommen spielen "...and the winner is". Jedenfalls glaube ich das im Nachhinein. Ich brauche nämlich erst mal eine ganze Weile um das herauszufinden. Irgendjemand sagt mir das seien Ransom, aber die spielen heute Abend gar nicht. Kein Mensch in der Halle scheint zu wissen wer die Vorbands sind und in welcher Reihenfolge sie spielen. Das ist schade für die Jungen Herren von "..and the winner is", denn sie legen sich ordentlich ins Zeug und klingen sehr professionell. Leider bekomme ich nur noch 3 Stücke von ihnen zu hören. Dann kommen "Cap Down", die den Bosstones nacheifern und zu dritt dreckigen Punkrock mit Saxophon-Ska Elementen rausballern. Ich finde das nicht so toll, aber die ersten Leute im Laden beginnen zu tanzen, scheinen die Band zu kennen. Gegen 23:00 Uhr kommen dann die Helden aus Boston. Zur Begrüßung gibt's auch erst mal "1-2-8" und alles ist gut. Der erste Teil der Show ist von den neueren Hits geprägt. "Jacknife to a swan", "let's face it", "everybody better" und schliesslich natürlich "the impression that I get" aber auch die ganz alten Hits, wie "someday i suppose" scheinen die Herren zunehmend lieber zu spielen. Das war mir bei der letzten Show schon aufgefallen. Aber die Bosstones sind natürlich Profis und haben die Halle vom ersten Takt an voll im Griff. Und sie machen das, was sie immer machen und am besten können: Partystimmung. Im zweiten Teil des Sets wird das allerdings zusehens schwieriger für das Publikum, denn es gibt fast ausschliesslich alte Tracks, mit denen weniger Menschen vertraut zu sein scheinen. Trotzdem sind "Dr. D" oder "a little bit ugly", das als letzte Zugabe geboten wird natürlich astreine Kracher. Nach eineinviertel Stunden endet das Set der Bosstones. Hätte länger sein dürfen. Ich hätte ja gern noch "just another drinking song" gehört, aber das will ich nach dem fünften Bier immer, und "city". Aber was solls. Die Bosstones sind und bleiben auch so als Liveband ungeschlagen, und das nach fast 15 Jahren. Das soll ihnen erst mal einer nachmachen. Ich freu mich jedenfalls schon auf's nächste mal.
(Stefan)
|