Bewertung:
Label:
Victory
Released:
25.3.2003
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Waterdown, die deutschen HC Wunderkinder sind wieder da. Knapp 2 Jahre nach dem vielgelobten Debut "never kill the boy on the first date", mit dem sie als erste deutsche Band einen Deal mit Victory ergattern konnten, legen sie dieser Tage den Nachfolger "the files you have on me" vor. Ein paar mal hab ich mir das Ding jetzt reingezogen und ich kann mich nur wundern. Es ist schon beinahe beängstigend, wie professionell das klingt, was die Jungs hier wieder veranstalten. Deren Faible für HC, Metal und Emo, kommt zudem jetzt, wo Emo/Geschrei Kombiantionen sehr angesagt sind (und Metal ja auch), genau zum richtigen Zeitpunkt. Bei dem Opener "bulletproof" muss ich zwangsläufig an springende Menschenmassen denken. Und weil Waterdown schon mit ihrem ersten Album genau das gemacht haben und damit vor dem großen Boom solcher Musik da waren, müssen sie sich das nicht einmal vorwerfen lassen. So wird auch hier wieder anständig gerockt, gebolzt und geheult. Und dabei befinden sich Waterdown in guter Gesellschaft mit Thursday oder Boy Sets Fire. Auch wenn ich manchen Refrain etwas zu plakativ finde und mir wünschen würde, Sänger Marcel hätte an der ein oder anderen Stelle darauf verzichtet, die Höhe seiner Stimmelage gänzlich auszureizen, so ist das alles schon ganz schön klasse. Ich finde in jedem dieser Songs, die von Melodieideen nur so überquellen, mindestens einen großartigen Part, der mich für alles entschädigt. Und trotz der Masse an Input wirkt das Album zu keiner Zeit überladen. Waterdown haben definitiv ihren eigenen Stil gefunden und wenn sie so weitermachen, dann kann sich die Internationale Konkurrenz bald nur noch umgucken. Es gibt übrigens auch wieder traditionsverbunden einen poppigen Smasher auf der Platte. Der heisst diesmal "Decaffeinated". Und natürlich darf auch die Coverversion am Schluss nicht fehlen. Aber Hits gibt es auf der Platte ohnehin zu Hauf.
(reviewed by S)
Label
Band
MP3 Downloads: "a fortress"
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