cover demnächst Vaux - there must be some way to stop them
Bewertung:
Bewertung

Label:

Volcom Entertainment

Released:
15.4.2003

Die erste Full Length der Band Vaux aus Denver, die für mich bisher ein unbeschriebenes Blatt sind. Früher hiessen sie mal Eiffel, falls das jemandem was sagt. "set it to blow" heisst der erste Titel und das ist auch das Programm von Vaux. Was da an mein Ohr dringt, blässt mich tatsächlich völlig weg. Die Jungs feuern einige derart geniale HC-Nummern ab, wie ich sie seit At the Drive-In nicht mehr gehört zu haben glaube. Vaux gehen allerdings etwas weinger komplex zu Weke. Sich teils überlappender, aber dennoch melodischer Schrei-Gesang gibt den Ton an, die Rhytmus-Sektion macht ordentlich Druck und die Songs sind von fantastischen Breaks und vor allem von eingängigen und wütenden Refrains gekennzeichnet ("...babaaaaay!"). Die Musik treibt nach vorn, taucht zwiwschenzeitig kurz in düstere melodische Passagen ein, von Drums und Keyboards getragen, aber nur um wieder auf den nächsten fetten Gitarrenlauf , den nächsten mitreissenden Gesangspart zuzusteuern. Leicht schräg und doch sehr straight, manisch brodelnd und dann wieder nach vorn schnellend. Ein bisschen Drive like Jehu aber viel mehr Hardcore. Und dabei ist die Musik von Vaux so nachvolllziehbar und eingängig wie die von Boysetsfire. Ein Song wie "fame" würde sogar die heimische Indie-Disco aufmischen. Agression, Melodie und eine kleines bisschen Wahnsinn in der richtigen Dosierung. Großartige Sache. Zwei Dinge machen mich allerdings ein wenig skeptisch und halten mich bisher davon ab, die Höchstwertung zu zücken. Erstens der Umstand, dass diese Platte auf Volcom erscheint (ich dachte die machen so komische Klamotten? Ja, genau.) und zweitens die Tatsache, dass die Songs aus irgendeinem Grunde, den ich nicht genauer erklären kann fast zu perfekt klingen. Vaux sind für eine HC-Band sehr professionell und sehr fett produziert. Wenn diese Umstände nicht wären, würde ich ohne zu zögern von einerm der HC-Alben den Jahres reden. Andererseits, was solls? Die Musik ist schon ein ziemlicher Hammer. Vielleicht sollte ich mich nicht so anstellen, mir nochmal das geniale beinnahe hymnische "broke the breaks" reinziehen und meine Zweifel über Bord werfen. "...this is the time this is the place i'm seeking…". WOOOOAAAAAA….
(reviewed by S)

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