Bewertung:
Label:
Wolverine
Released:
2003
Stil:
melodischer Punkrock
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Hoppla, das gibts ja kaum, richtig ordentlicher Punkrock aus dem Land des löchrigen Käses und der blauen Kühe. Wahrlich, Snitch sind tatsächlich aus der Schweiz. Und gar nicht so, wie es sonst dem gemeinen Eidgenossen zu eigen ist, wird sich auf dieser Scheibe nicht per se neutral verhalten, sich nicht aus allem herausgehalten: Nein, hier wird Punkrock auf den Punkt gebracht, orientiert an Bringern wie No use for a name oder Hot water music. Knarzende Riffs, ein bibbernder Bass, Drums, die sich nicht auf das Bearbeiten der Snare beschränken. Alles zusammen "immer auf der Suche nach der großen Melodie", wie es die Platteninfo beschreibt. Ergo eine Mischung, wie wir sie lieben. Melodischer Punkrock hat nicht zwingend ein Produkt aus Übersee zu sein. Dass das Trio von Snitch sein Können schon auf gemeinsamen Konzerten mit u.a. Millencollin, Propagandhi, the Ataris oder Dwarves dem Publikum näher bringen konnte, ist der gerechte Lohn ehrlichen Punkrocks. Machen Sven Wallwork (voc/git), Luki Frohofer (dr) und Bassistin Louise Garfoth so weiter, könnten sie sich in der Liga dieser Bands etablieren. Dies ist zwar sicher noch ein weiter Weg. Die Features stimmen jedenfalls: Für Deutschland wird die Band nunmehr von Wolverine Records aus Düsseldorf released. Die Platte durfte aufgenommen werden im Soundlab-Studio (betrieben u.a. von Millencollin-Gitarrist Mathias Färm). Alles in allem besteht daher Hoffnung, dass nicht mehr DJ Bobo der einzige dauerhafte Musikimport aus der Schweiz bleiben wird. Dass in der Wertung nicht ganz die Sonne aufgeht oder das Feuer brennt, ist dem Umstand geschuldet, dass die Bandbreite dieser Bands doch immens ist. Untergehen wird Snitch jedenfalls nicht. Fazit: Es darf mitgerockt werden.
(Alex)
Label
Band
MP3 Downloads:
"down in flames"
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