Bewertung:
Label:
Eigenproduktion
Released:
2002
Stil:
Crossover
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Skin Diary, eine junge Band aus Berlin, legen mit diesen 5 Tracks ihr erstes Demo als ganze
Band vor. Musik, die von ihnen selbst mit der neuen Spartenkreation "Melagro-Rock"
bezeichnet wird. Man könnte allerdings auch Crossover-Rock dazu sagen, denn die Band bewegt
sich im Spannungsfeld zwischen melodischem Metal, düsterem Prog-Rock, ein wenig Punk und
jazzigen Elementen. Fans von Bands wie Skunk Anansie dürften damit zum potentiellen
Hörerkreis von Skin Diary zählen. Mich erinnert das ganze an eine düstere und manischere
Version der Guano Apes die sich mit Pj Harvey zum jammen verabredet haben. Kreisende und
taumelnde Songs, die in erster Linie von der intensiven, mal melodisch-zarten, mal
aggressiven Stimme der Sängerin Jessica getragen werden. Deren Gesangskünste sind das
besondere und herausragende Merkmal der Band. Für meinen Geschmack schaffen es Skin Diary
nicht durchgehend, ihre Stilvielfalt zu einem homogenen Ganzen zu vereinen. Ich gebe zu kein grosser Fan von
Crossover Musik zu sein, aber ich kann mich doch des Einducks nicht ganz erwehren, dass hier zu sehr
auf technische Finesse im Spiel mit den verschiedenen Versatzstücken geachtet wurde, was
sich zu Lasten des Wiedererkennungswertes der Songs ausgewirkt hat. So kann ich trotz toller
Ansäzte nur dem im Refrain sehr relaxed groovenden "all" ein gewisses Hit-Potential attestieren,
auch wenn ich "red for you" für den interessantesten Song halte. Vielleicht ist auch der
Demo-Charakter der Aufnahme daran schuld. Eine fettere Produktion wäre bei dieser Art von
Musik sicher in besonderem Maße hilfreich. Nichtsdestotrotz darf man gespannt sein, was die Band
aus ihrem vorhandenen Potential noch machen wird. Freunde der oben genannten Acts können
jedenfalls getrost ein Ohr riskieren. In alle Songs kann man auf der Webseite der Band
reinhören.
(Stefan)
Label: -
Band
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