Bewertung:
Label:
Fat Wreck Records
Released:
9.9.2003
Stil:
NYC-Hardcore
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Meine Güte. Eine ganze und fast eine halbe Dekade gibt es diese für viele wegweisende Band. Sie hat Hardcoregeschichte geschrieben und gehört nun zu den wahren Dinosauriern dieser Szene und sind einfach nicht totzukriegen. Diese Jungs haben die Hardcore-Szene umgekrempelt und nun wahrlich alles miterlebt: vom kleinen Indielabel bis hin zu der großen Industrie. Wer Sick Of It All schon einmal live gesehen hat, wird wissen, welche Energie sie live zu vermitteln imstande sind.
Seit "just look around" aus dem Jahre 1992 habe ich mir jede Platte dieser Band gekauft, muss mir jedoch jetzt ernsthaft die Frage stellen, ob man derartige Releases überhaupt noch braucht. Und wenn ja, wer?
Mit "life on the ropes" legen Sick Of It All nun ihren aktuellen Longplayer vor und immer noch geht es um das "me against the world"-Gefühl, persönliche Ausnahmezustände und das Auflehnen gegen das Establishment.
Zugegeben, "life on the ropes" rockt, dennoch kann ich dieser Platte im Vergleich zum Vorgänger "yours truly", der wiederum besser war als seine Vorgänger, sehr viel weniger abgewinnen. Sick Of It All sind weiterhin Sick Of It All und Anhänger der Band, die mit den letzten CDs der Band noch etwas anfangen konnten, werden auch "life on the ropes" etwas abgewinnen können. Ich persönlich bin da jetzt jedoch endgültig raus. Weder die Musik noch die Texte vermögen mich zu packen, wie es jahrelang der Fall war.
"I´ve got to take control / take control over me/ I´ve got to change my ways / change the ways that I´m seen". "Nobody´s secure / nobody is safe / don´t take it for granted / to see another day". Mit Sicherheit keine hohlen oder inhaltsleeren Phrasen, jedoch schon zu oft gehört und auf Dauer dann doch recht langweilig und wenig hilfreich.
Zur anfänglichen Frage: Für wen und für was sollte diese Platte noch gut sein? Mit Sicherheit zur Dokumentation einer Hardcore-Generation, welche noch auf dem "Unite!"-Prinzip beruhte; bei der Aufsplittung der Szene momentan jedoch kaum zeitgemäß. Für den/die jüngeren HörerInnen, der mit eben zitierten Texten noch etwas anfangen und daraus noch etwas persönliches ziehen kann, mit Sicherheit geeignet.
Fazit: "Life on the ropes" bietet 16 Old-School-Hardcore-Stücke, die für Die-Hard-Fans mit Sicherheit noch ein gefundenes Fressen darstellen. Jüngeren HörerInnen, die in der heutigen Emo-Schwemme Gitarrenmusik für sich entdecken, sowieso. "Muß man mal gehört haben."
Ich aber lege hiermit die Windeln ab. Auch die musikalischen, die mit "Sick Of It All" bedruckten. Und somit diese Platte ins Regal.
(Dennis Grenzel)
Label
Band
MP3 Downloads:
"relentless"
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