cover demnächst NOFX - war on errorism
Bewertung:
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Label:

Fat Wreck

Released:
5.5.2003

"Hey kids, what do you wanna do today? Yeah, lets go to the punkrock show!" Ja ! NOFX sind wieder da. Und wie ! Und auch noch pünktlich zum Sommeranfang. Ich sage es direkt: ich schreibe über diese Platte als Fan. NOFX waren für meine Musikalische Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Wo Bad Religion zu ernst und nicht mehr wütend genug waren, hat damals "S&M Airlines" mein Bild von Punkrock nachhaltig beeinflusst. Keine andere Band war in der Lage, so witzig und gleichzeitig so kritisch und angepisst zu sein. Fat Mike schreibt bis heute so wundervoll naive und doch hintergründige Texte und sie haben es geschafft, ihren eigenen Stil und diese typischen Melodiebögen immer wieder neu und immer wieder so gut zu wiederholen, wie keine andere Band in diesem Bereich sonst. Nachdem das letzte Album "pump up the valuum" eines der mauesten Werke in der mittlerweile fast 15 jährigen Bandgeschichte war, bin ich nun wirklich froh feststellen zu können, dass die Herren wieder voll da sind und hier endlich den würdigen Nachfolger zu dem 97er Album "so long and thanks for all the shoes" vorlegen. Schon der großartige Titel dieser Platte macht klar, dass die erwähnte Qualität, deutliche Kritik mit Witz und viel Selbstironie vorzutragen, noch immer vorhanden ist. Die durchgehend nicht minder großartigen Texte bestätigen diesen Eindruck. Da wird sich im Opener "seperate church and skate" beschwert, dass Punkrock zu sicher geworden sei, die Kids nicht mehr genug saufen und beim skaten Helme tragen. Es gibt ironisch verpackte Kritik an amerikanischer Politik ("idiots taking over", "american errorist"), der Wirtschaft ("irrationality of rationality") und eine genial amüsante Geschichte über Punkrockkonzerte ("13 stitches"), um nur ein paar Beispiele zu nennen. Da macht das zuhören richtig spass. Musikalisch darf man natürlich nichts bahnbrechend neues erwarten, aber wer tut das schon und vor allem, wer will das bei dieser Band? NOFX wissen um ihre Stärken und die spielen sie voll aus. Sie klingen frisch wie vor 10 Jahren, arschtretend und melodisch. Mit schnellen Songs, ein bisschen Ska ("franco un-american", "anarchy camp"), natürlich den typischen NOFX-igen Harmonien und musikalischen Zitaten. Also alles beim alten im NOFX-Kosmos und das im besten Sinne. 36 Minuten knaller Punkrock. Na gut, ich habe bisher verschwiegen, dass es auch einen kurzen Durchhänger auf der Platte gibt, den ich in der unmittelbaren Umgebung von "mattersville" ausmache. Dort gibt es so 3 Tracks, die mir etwas zu austauschbar geraten sind. Allerdings fühle ich mich vom Rest locker entschädigt. Wer kann es besser auf den Punkt bringen als Fat Mike selbst: "they played the songs i knew they would, some old some new, the same formular stays true: sing a song, make it simple, so all the kids can sing along" ("medio-core"). Und auch wenn in dem Song eigentlich über einfallslose Kollegen gelästert wird, so trifft er doch auf sie selbst zu und gerade deshalb auch nicht. Und genau das ist es, was die anderen eben nicht hinkriegen. Genial. Ein Muss für alle Fans der Band und die die es werden wollen. Ich jedenfalls weiss, was diesen Sommer aus meinem Auto nicht wegzudenken sein wird.
(Stefan)

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"the irrationality of rationality"
"idiots taking over"