cover demnächst Moneen - are we really happy with who we are right now
Bewertung:
Bewertung

Label:

Vagrant

Released:
17.6.2003 (US)

Stil:
EmoRock-HC

Mittlerweile kennt sie ja jeder. Diese Bands, die Emo-gerocke mit Breaks und Geschrei produzieren. Den richtigen Durchbruch für diese Art Emo/HC würde ich der ersten Thursday Scheibe zuschreiben, die schnell unzählige andere Vertreter dieses Genres auf den Plan rief. Mittlerweile haben sich die Lager fast schon wieder gespalten. Während auf der eines Seite von Kollegen wie zB Thursday, Silverstein, A Static Lullaby (um nur ein paar zu nennen, die sich in letzter Zeit besonders hervorgetan haben) besonders den Gegensatz zwischen Geschrieenem und soften Passagen zelebrieren, gibt es auf der anderen Seite die Bands, die sich mehr dem rockigen Punkzeugs zuwenden. Besonders herausragende Kandidaten hierfür sind in meinen Ohren Taking Back Sunday und die etwas unbekannteren Northstar. Und eben diese Fraktion bekommt nun Zuwachs von unerwarteter Seite: Vagrant, sonst eher für anspruchsvollen aber wenig hardcorigen Punkrock zuständig bringt hiermit das zweite Album der Kanadier Moneen an den Start. Die bezeichnen ihre Musik selbst als "agressive melodic pop" und liegen damit ziemlich richtig. Fette Rockgitarren mit Breaks und gedämpften Punkrockriffs treffen auf eingängige Songs mit mal agressivem doch meist melodischem Gesang. Produziert wurde das ganze von Face To Face Frontman Trevor Keith mit Chad Blinman (Get Up Kids) an den Reglern. Und die haben einiges dafür getan, dass die Band, die auf ihrem letzten Album noch wesentlich rauer und knarziger klang, einen zum Label passenden Sound erhalten hat. So findet man hier zwar für ein Vagrant release untypisch lange und komplexe Songs (meist über 4 Min) aber eben genauso die Vagrant typischen fetten Gitarrenklänge , die schönen rockigen Melodien und die gebotene Eingängigekeit wieder. Meines Erachtens bringt gerade dies die Band einen ganzen Schritt weiter nach vorn. Klar ist das nicht mehr ganz neu, was hier passiert. Viel Taking Back Sunday, ein bisschen frühe Get Up Kids ("start angry... end mad") und Northstar, ordentliches Durcheinanderschreien wie bei Thursday ("closing my eyes won't help leave me") oder schönes Dahinschmachten ("thoughts weigh heavy...") und richtig Rumgeheule ("i have never done anything for..."). All das haben Moneen auch drauf. Der größte Knaller ist und bleibt allerdings das Titelstück, das vor allem im zweiten Teil dieses durchweg guten Albums unerreicht bleibt. Und wenn es nicht schon so viele Vertreter dieser Richtung gäbe, wäre ich wohl auch noch begeisterter. In den USA ist dieses feine Werk bereits erscheinen. Motor Music, die Vagrant in Deutschland vertreiben, haben bisher keinen Veröffentlichungstermin bekannt gegeben. Das sollte man mal schnell ändern.
(Stefan)

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MP3 Downloads:
"are we really happy with who we are right now"

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