cover demnächst Logh - the raging sun
Bewertung:
Bewertung

Label:

Bad Taste

Released:
26.5.2003

In Ihrem Presseinfo heißt es, Logh seien nicht die Stars der Stunde. Dabei gibt es Logh schon seit 1995, früher noch unter dem Namen "Log" bekannt, und dies ist ihr zweites Album. Das erste, "Every time a bell rings an angel gets his wings", erschien 2001 auf Deep Elm und passte auch gut dorthin. Weitgehend ruhige Töne, leise Indiegitarren und zurückhaltender Gesang waren ihre Markenzeichen. Ich freue mich immer, wenn ich eine Scheibe in die Finger bekomme, für die ich den Vergleich zu den großen Audio Learning Center zitieren kann. Auch hier passt der Vergleich sehr gut, was wie immer ein großes Lob darstellt, sind doch A.L.C. große Modernisierer dieser Spielart. Im Großen und Ganzen bleibt man auf dem neuen Album diesen Errungenschaften treu. Die im Labelinfo angekündigten verzerrten Gitarren und der erzeugte Druck haben mich zuerst zweifeln lassen, ob es sich hier um die Band handelt, deren Debüt mir richtig gut gefallen hat. Aber schon nach den ersten Akkorden ist klar, dass man sich keine Sorgen machen muss. Logh spielen das, was sie vermutlich am besten können. Kein Soundtrack, um durch die Bude zu pogen. Vielmehr ein solcher, um den Geheimnissen unserer Existenz auf den Grund zu gehen, oder den vom Presseinfo versprochenen Geheimnissen dieser Platte, oder -weniger tiefschürfend- die ersten Sommernächte zu verbringen. Trotzdem ist da inzwischen mehr. An manchen Stellen drehen die Schweden richtig auf, Beispiel "The Bones of Generations". Insgesamt steht ihnen das gut zu Gesichte und lockert die gesamte Scheibe auf. Kontraste werden erzeugt und sorgen für Abwechslung, wo die Reise in die leisen Klänge auch durchaus eine Unterbrechung vertragen kann. Logh sind vielleicht nicht die Stars der Stunde, dafür prophezeie ich ihnen eine bei weitem längere Halbwertzeit als dem durchschnittlichen Star der Stunde.
(Elmar)

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"the contractor and the assassin"