cover demnächst Killing Joke - s/t
Bewertung:
Bewertung

Label:

Smi Zum (Sony)

Released:
28.7.

Stil:
Post-Rock

Schon lange nicht mehr hat mich ein opener auf einer Platte so umgehauen wie "The Death & Resurrection Show" auf dem nach mehrjähriger Abwesenheit neuem Album von Killing Joke. Eine verstörende, mechanistische Stakkatogitarre macht den Auftakt, um mit dem manischen, fast kaltem Gesang Jaz Colemans letztendlich mit dem einsetzen des unglaublichen drummings Dave Grohls (Foo Fighters) zu explodieren, das fast der Wind aus den Basstönern bläst. Alleine die Kollaboration mit Grohl, der momentan ja ein unglaubliches Pottpurri an Gastauftritten (u.a. neulich mit den Queens Of The Stone Age) fährt, scheint für Killing Joke perfekt, die sich noch nie richtig einordnen ließen, mal mit Punk flirteten, in den 80ern zu Pop verweichlichten um in den 90ern wieder mit härteren Bandagen aufzufahren. Die neue VÖ knüpft an dem schon großartigen "Pandemonium" an, übertrifft es aber weit an Bösartigkeit, was nicht zuletzt an den großartigen, maschinesquen Drums liegt. Die Strophen maschieren dahin wie eine Dampfmaschine, die Gitarrenriffs sind genial- simpel und treibend, und die Refrains gehen- das war schon immer ein Markenzeichen von KJ- völlig auf und Coleman schreit, als sei es sein letzter Wink auf dem Planeten. Dabei klingt er nicht gewollt krank, sondern definitiv völlig irrsinnig, und wer KJ schon einmal live gesehen hat, weiß, das er nicht spielt, wie es ja zuweilen gerne mal gemacht wird wie bei Mudvayne, Manson, Kübelböck und Konsorten. Der Typ hat einen Knall und genauso knallt die Scheibe. Coleman kann aber auch anders, seine Stimme ist nach wie vor ungewohnt vielschichtig, seine Facetten reichen von Zartbitter ("Seeing Red") bis total Kaputt (auch "Seeing Red").Dabei werden aber auch ruhigere Töne angeschlagen, das der Hörer auch mal zur Ruhe kommt ("Implant", "YouŽll Never Get To Me"), wobei man dabei allerdings auch schnell wieder aus dem Stuhl gerissen wird. Eine perfekte "im- Dunkeln- auf- der- Autobahn- mit- einer- schnellen- Karre-Musik". Absoluter Wahnsinn ist der bei genauerem hinhören zu entdeckende Samba(!) Takt in der ersten Singleauskopplung "Loose Cannon", bei der mit Rhytmusverschiebungen gearbeitet wird, die ich in der Art zuvor noch nie gehört habe. Wer auf die Dramatik von Kombos wie den QOTSA und härtere Töne steht, dem sei dieses Album wärmstens ans Herz gelegt. Wer abends noch mit Licht an schläft, sollte die Finger von diesem Rockbiest und Riffmonster lassen!
(Carsten)

Label

Band

MP3 Downloads:
nada

Wie findest Du die Platte ? Sag es uns im forum !