Bewertung:
Label:
Saddle Creek
Released:
4.3.2003
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Tim Kasher und seine Mannen entstammen allesamt der Saddle Creek Family (Desaparecidos,
Bright Eyes, The Faint), die sich in einem Kleinen Ort in der Einsamkeit von Arizona der
küntlerischen Freiheit verschrieben haben. Seine Band Cursive ist schon ziemlich lange dabei,
immerhin ist dieses schon ihr 4. Album. Mit den bisherigen Veröffentlichungen hatte man sich
mit klassischer Rockinstrumentierung bereits einen Namen in Emo-Kreisen erspielt. Jetzt gibt
es ein neues Album und das hat nochmehr zu bieten. Neue Sounds. Denn erst seit der letzten
EP ist Gretta Cohn als Bandmitglied dabei und die spielt ein Chello.
Und das macht einen ganz entscheidenden Unterschied. Denn die teils kraftvollen,
teils ruhigen Rocksongs der Band verbreiten durch das Chello eine recht düstere Atmosphäre
und sind noch schräger, aber gerade dadurch auch besonders. Vertrackte Arrangements und
Vielschichtigkeit hinter guten Songs versteckt, so definiert Frontman Kasher, der auch bei
The Good Life tätig ist, dieses Album. Besser könnte auch ich es nicht sagen. Nur kann ich
ihm in Punkto guter Songs nicht uneingeschränkt zustimmen. Der erste Teil der Platte ist
sehr gelungen. Dort wo es etwas wilder zur Sache geht, können Cursive mit ihren eingenwilligen
Arrangements und dem sonderbaren Chello-Sound überzeugen. Postrock auf hohem Niveau mit
eigener Note. In der zweiten Hälfte der Platte macht sich dann aber ein wenig Langeweile
breit. Die Songs sind zu schleppend, etwas lustlos und mir etwas zu düster. Ich höre vor
allem in diesen ruhigeren Tracks ziemlich viel Cure da heraus, was sicher neben dem Chello
auch an Herrn Kashers Gesang liegt, der sehr an Robert Smith erinnert. Nur ist das ganze zu
anstrengend. Künsterlisch äußerst anspruchsvoll, wird das hier sicher dem Saddle-Creek-Credo
gerecht. Aber der Spass bleibt ein bisschen auf der Strecke. Trotzdem eine interessante Platte.
(reviewed by S)
Label
Band
MP3 Downloads:
"the recluse"
"a gentleman caller"
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