cover demnächst Craving - fans will shit their pants
Bewertung:
Bewertung

Label:

Scenepolice

Released:
2003

Stil:
Noise-Punk-Rock

Was mir zuerst in den Sinn kommt, als ich diese Platte höre sind die Dead Kennedys. Das hat aber nicht direkt mit der Musik zu tun, sondern, eher mit dem Gesang im Opener. Craving sind eigentlich eher der Noise-Fraktion zuzuordnen. Ja, Schubladen finden ist das Geschäft eines fleissigen Review-Schreibers. Und die lauten hier hier NoiseRock und Punk. Schräge und krachige Gitarren, flotter düster polternder Rock'n'Roll und wütender, meist gesprochener Gesang. Shellac, ein bisschen Hot Snakes, oder die God Bullies und Vertigo mit einem Schuss Punkrock, das sind die Referenzen, die mir einfallen. Als die deutsche Antwort auf Jesus Lizard werden Craving vom Label beschreiben. Und vor 10 Jahren hätten sie vielleicht gute Chancen gehabt die erste deutsche Band auf Amphetamine Reptile zu werden. Die Band gibt es tatsächlich auch schon so lange, allerdings sollen ihre früheren Werke deutlich krachiger und unzugänglicher gewesen sein. Hier ist das nicht mehr der Fall. Zugegeben, man muss schon ein gewisses Faible für schräge Melodien und noiseiges Gitarrenspiel mitbringen und drauf stehen, wenn Musik auch mal gemein und krank klingt, um dieses Album geniessen zu können. Aber wenn diese Voraussetzungen stimmen, dann wird man von Craving hier fast 55 Minuten in die Ecke gedrückt und gerockt, dass es kein Scherz mehr ist. Sexy und tight bis zum bersten sind die 16 Songs, die die vier Herren aus Stuttgart raushauen. Melodisch, eingängig und voll manischer Energie. Macht mich ziemlich an, muss ich sagen. Und wen diese Zeilen noch nicht überzeugen, der sollte sich die Band dringend live angucken. Vorzugsweise in einem dunklen verrauchten Raum. Das sollte den Rest besorgen.
(Stefan)

sa 7.6.03 bremen, trust#100 jubelparty
so 8.6.03 saarbrücken, karate klub meyer
sa 28.6.03 bonn, rheinkultur

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Band

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"private investigator"
"portrait"