Bewertung:
Label:
Sony
Released:
31.3.2003
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Der Nachfolger zu "After the Eulogy". Huuui. Da muss ja einiges kommen. Da bezweifelt man ja schon bevor man die Platte gehört hat, dass sie den hohen Erwartungen gerecht werden kann. Und dann erscheint das ganze hier zu Lande auch noch bei Sony. Die Band wird zwar nicht müde zu betonen, dass das ein "Versehen" sei und nur mit den Vertriebsdeals des ‚Wind-Up' Labels zusammenhänge, ihrem eigentlichen Brötchengeber. Aber irgendwie riecht es schon ein wenig nach der großen Geldmacherei. Erst die "live for today"-EP, die schon nicht gerade zum fair-price gehandelt wurde, 2 Wochen vor dem Album dann eine Single (mit Interviews und Livekram) und dann (ausgerechnet bei Saturn) sehe ich, dass es auch noch eine Neuveröffentlichung von "after the eulogy" gibt, mit einem Bonus Track. Aber nun gut. Wer weiss, ob die Band was dfür kann. Also mal zu dem, wofür die Band auf jeden Fall was kann. Die Musik. Und da gibt es dann auch überhaupt nix zu meckern. Den hohen Erwartungen wird "tomorrow come today" nämlich voll gerecht. Das bewährte BSF Rezept wird eigentlich kaum verändert. Es gibt immernoch einige Moshparts, die zugegebenermaßen etwas moderater ausfallen, aber vielleicht kommt es mir auch nur so vor, weil man sich ja zunhemend an solche Parts in seinem Emo gewöhnt hat. Der Rest sind fantastische Melodien, die meist in hymnische und sehr eingängige Refrains münden. Immer mit viel Drive und Herzblut vorgetragen. So wie man es von den Jungs kennt und liebt. Der Opener beginnt traditionsgemäß mit etwas Vorgeplänkel und ballert einem dann erstmal ordentlich Metal entgegen, danach folgen eingängige Rocksongs mit HC und etwas Metal und dem ein oder anderen Ausbruch mit ordentlich Geschreie hier und da. Und wieder fällt mir auf, welches Popappeal diese Band hat. Selten ist solche, etwas härtere Musik, so stets nachvollziehbar und damit so poppig. Selbst wenn die Jungs richtig loslegen, könnte man das noch im Radio spielen. Das kann man irgendwie doof finden. Ich fand genau das schon auf "after the eulogy" klasse und kann mich dem auch hier nicht entziehen. 12 Tracks, kein Ausfall, große Melodien, tolle (pc-) Texte. BSF is back ! Die Überknaller à la "rookie", finden sich übrigens diesmal im hinteren Teil der Platte mit "foundations to burn", der ersten Single "white wedding dress" oder dem fantatsischen "management vs. labour". Wer solche Musik macht, der darf dafür ordentlich Kohle einheimsen und hat auch ein (noch) größeres Publikum verdient. Ob ich das Album auch noch in Jahren gut finden werde, so wie den Vorgänger, das werde ich wohl erst dann wissen. Aber jetzt, so nach ca.15 Durchläufen, bin ich sehr weggeblasen. Und ich finde es immer besser...
(reviewed by S)
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