cover demnächst Benton Falls - guilt beats hate
Bewertung:
Bewertung

Label:

Deep Elm

Released:
14.4.2003

Benton Falls kommen aus Kalifornien. Bei Guilt beats hate handelt es sich um ihr zweites Album, für das sich diesmal Deep Elm verantwortlich zeichnet. Die sonnige Herkunft scheint den drei Herren wohl nicht nur zu gefallen, anders ist es nicht zu erklären, dass die 11 Songs ihres neuen Albums sehr zur Melancholie, wenn nicht gar mehr, tendieren. Vom Label als Postpunk bezeichnet, von mir als Emo geoutet, spielen die Jungs eine dieser Tage sehr populäre Spielart dieser Musik. Harte Gitarren treffen auf spärlich instrumentalisierte Parts, glasklarer Gesang wird abgewechselt von schreiender Begleitung. Während zu Beginn des Werks die aggressivere Spielvariante tonangebend ist, nehmen im Laufe der Spielzeit ruhigere Elemente Überhand. Viele Breaks und vertrackte Rifffolgen beweisen, dass die Bezeichnung als Postpunk doch nicht so daneben liegt. Mich erinnert das ganze ein wenig an Vagrants Hey Mercedes, auf die ähnliche Attribute zutreffen. Was Benton Falls von diesen allerdings unterscheidet, ist das Fehlen von der Fähigkeit, mitzureißen. Sicher stehen bei Benton Falls die Emoambitionen eher im Vordergrund, trotzdem steht das einer mitreißenden Wirkung nicht grundsätzlich entgegen, gelingt hier allerdings eher selten, am ehesten bei den ersten drei Songs. Zu gute halten muss man der Scheibe allerdings, dass es eine Weile dauert, bis man ihrer überdrüssig wird. Also für eine Weile ein durchaus unterhaltsames Stück moderner Stromgitarrenmusik.
(reviewed by E)

Label

Band

MP3 Downloads:
"this housecall could kill"