Bewertung:
Label:
Island
Released:
4.3.2003
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American Hi-Fi, die Band des ehemaligen Veruca Salt-Drummers Stacey Jones hatte im Jahr 2001 mit "Flavour of the Week" einen ziemlichen Smasher in den amerikanischen Charts. Dieser Erfolg scheint sich mit "the art of losing" fortzusetzen, ist es doch bereits wer weiss wie hoch in die dortigen Album-Charts eingestiegen. Ich wünschte ich könnte auch mal so erfolgreich verlieren, das ist schon eine Kunst. Allerdings kann ich auch mindestens zwei Dinge nicht so gut wie Stacey Jones. Songs schreiben und zitieren. Denn diese Fähigkeit ist es, die diese Platte zu etwas besonderem macht. Da wird wild die Musikgeschichte geplündert. In fast jedem Track meint man, kleine Melodieparts oder Textfragmente mehr oder minder bekannter Popsongs wiederzuerkennen, die wahrscheinlich aus der Musikalischen Sozialisation von Stacey Jones nicht wegzudenken sind. Kim Wilde, Police oder Pixies, Cheap Trick und Back in Black, wie es bezeichnenderweise in "the breakup song" heisst. Diese Zitate machen diese sehr eingängigen Punk/Alternative-Rock-Songs von American Hi-Fi, musikalisch irgendwo zwischen den Foo Fighters, den Ataris und echtem Männer-Rock, zu kleinen Perlen. Mitrgöhl-geeignete Refrains und ein astreines Gespür für tolle Melodien plus Pop-Quiz. Das gibt's ja sonst nicht. Und dass diese Melodien, die auf's erste hören so klingen, als gingen sie irgendwann auf den Sack, auch dauerhaft überzeugen können, das wird jeder bestätigen können, der das letzte Album der Band kennt, das bei mir auch heute noch immer wieder gern im Player landet. Dass der Mann diese an Ideen nur so überquellenden Songs auch noch mal eben so nebenbei auf Tour geschrieben haben soll, kann ich eigentlich kaum glauben. Sehr lässig.
(reviewed by S)
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