Bewertung:
Label:
Vagrant/ Motor
Released:
19.5.03
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Hatte ich im Ataris Review irgendwas von selbe Liga geschrieben? Ha! Das war gelogen! Naja Liga vielleicht, aber Lieblingsverein gibt es eben nur einen. Und meiner steht fest. Keiner, keiner, nein, KEINER, kann diesen Herren in Sachen melodischem Punkrock das Wasser reichen. Dabei hat sich bei ihnen überhaupt nichts geändert. Immer noch schreiben sie große Songs immer noch tolle sarkastische Texte und immer noch werden sie immer besser! Matt Skiba, Dan Adriano und Mike Felumlee machen einfach genau da weiter, wo sie vor ziemlich genau 2 Jahren mit "from here to infirmary" aufgehört haben. Vielleicht haben sie ins Gesamt gesehen die Geschwindigkeit wieder ein klein wenig zurückgenommen, spielen dafür aber noch druckvoller ihre 12 neuen fantastischen Punkrocknummern. Die wahre Stärke waren ja immer schon die etwas langsameren Songs, die sich anschleichen und erst nach einigen Durchgängen voll einschlagen. Das hat ja auch das letztjährige Split-Release mit Hot Water Music wieder Bewiesen. Und meine hohen Erwartungen werden hier voll erfüllt. Los geht's mit der ersten Single "this could be love", ein wunderbar gemeines Stück in dem Matt eine kurze Anleitung in vier Schritten zu seinem eigenen Mord gibt. Und das ist erst der Anfang. Jeder Song bietet aufs neue wunderbare Melodien und Refrains, die sich nach fortwährendem Genuss zu echten Knallern entwickeln. "continental", "all on black", "emma", ein fantastischer Track folgt dem nächsten. Man sei näher an den alten Punk-Einflüssen von den Damned und den Ramones meint Matt. Ich meine man ist einfach man selbst. Etwas melancholischer finde ich die Songs und vielleicht ein ganz klein wenig poppiger als früher. Produziert wurde das Album ja auch von Joe McGrath (Blink 182, RL Burnside) und Jerry Finn (Blink 182, Green Day, Bad Religion). Aber eigentlich ist hier alles wie immer. Alkaline Trio spielen schon seit Jahren ihren eigenen Stil und das ist ja bei dieser Art von Musik schwer und selten genug. Aber sie entwickeln sich ganz langsam immer ein wenig weiter und schreiben immer bessere Melodien. Und so kommt es dass wir hier das beste Release der Band haben. Bis jetzt. Obwohl ich mich jetzt auch nicht entscheiden möchte. Definitiv eines der Alben des Jahres. Also geht und kauft. Jeder der schon vom akl3 angefixt ist, der wird sowieso wie ich bereits nervös darauf warten, am Releasetag in den Plattenladen rennen zu können. Der ist in Deutschland übrigens von Motor für den 19.5. vorgesehen, nur knapp eine Woche nach dem Ami-Release.
(reviewed by S)
Es ist Frühjahr, Zeit der großen Namen. Neue Scheiben von Lagwagon, Boysetfire, NoFX und eben Alkaline Trio stehen ins Haus. Wie das eben so ist, fiebert alle Welt diesen Scheiben entgegen, so auch die Macher dieses kleinen Magazins. Hier und da ertappt sich der ehrliche Hörer sicher dabei, sich schon mal Argumente zurecht zu legen, warum die neue Scheibe nur schlechter sein kann als die alten Hits. Was Good Mourning angeht, hat die Ungewissheit ein Ende. Freundlicherweise wird die Scheibe nur knapp eine Woche nach dem US-Release auch in unseren Landen erhältlich sein.
Nach "From here to infirmary" und dem letztjährigen Split mit Hotwatermusic, das sich getrost in meinen persönlichen Top Ten für 2002 wiederfindet, war sind meine Erwartungen recht astronomisch. Aber die Alkalines wären nicht sie selbst, wenn sie nicht diese Herausforderung mit Bravour gemeistert hätten. Die neue Scheibe besticht durch die alten Alkaline Trio-Tugenden: melodische Songs mit dunklem Anstrich, verlässliche Ohrwürmer-Refrains, Mehrstimmigkeit, wo es angebracht ist, trotzdem meilenweit entfernt von Weichspül-Poppunkaufdringlichkeit. Diese feinen Zutaten haben auf Good Mourning zur Perfektion gefunden. 12 unglaublich kompakte Songs, jeder besteht durch die düstere Alk3-Dramaturgie und erreicht ein durchgehend hohes Niveau. Der geneigte Fan wird sich sofort heimisch fühlen beim ersten Hördurchgang, was neue Hörer empfinden, kann ich mir kaum vorstellen - ich nehme an, wer etwas mit emotional vorgetragener Stromgitarrenmusik anfangen kann, kann sich dem Charme der Platte nicht entziehen. Anspieltipps auf jeden Fall der Opener "This could be love" oder der heimliche Höhepunkt "All on black". Dass sie akustisch auch einiges zu bieten haben, war schon eine Weile klar, wird noch mal deutlich durch die obligatorische Akustiknummer "blue in the face".
Gleichzeitig haben sich Alkaline Trio die unsichtbare Hürde des Nachfolgers einer sehr erfolgreichen Platte, auch Onawireismus genannt, sehr respektabel aus der Affäre gezogen. Keine großen Veränderungen, dafür auf die Alkaline-Filetstücke konzentriert und zur Perfektion getrieben. Alle Fans dürften zufrieden sein.
(reviewed by E)
Tracklist:
"This Could Be Love"
"We've Had Enough" (with Keith Morris)
"Every Thug Needs a Lady"
"Continental"
"All On Black"
"Emma"
"Fatally Yours"
"100 Stories"
"Blue Carolina"
"Donner Party (All Night)"
"If We Never Go Inside"
"Blue In The Face"
Band Page
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MP3 Downloads: "we've had enough"
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